Ein Job nur für Kerle?

Am 26.April haben wir wäh­rend unse­res „Girls and Boys Day”mal die Rol­len getauscht. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 8. Klasse durf­ten an die­sem Tag in die Berufs­welt von „typi­schen” Frauen- oder Män­ner­be­ru­fen schnup­pern. Für viele Schü­le­rin­nen und Schü­ler war die­ser unge­wöhn­li­che Tag wirk­lich beein­dru­ckend. Über einige alte Mei­nun­gen wird jetzt doch noch ein­mal nach­de­dacht. (Foto: Ste­fan Franke” / www.jugendfotos.de)

Julia V. 8. Klasse / Schrei­ner Ladeninnenausbau

Mor­gens um 9 Uhr ging es los, unge­stylt, in Arbeits­kla­mot­ten ‘schreck­lich’ dachte ich. Fängt ja toll an! Die Mon­teure mit denen ich zur Bau­stelle fuhr lach­ten, waren gut drauf, für mich fast zu gut. Na ja, wird schon, dachte ich. Auf der Bau­stelle war statt Musik nur das Gekrei­sche der Kreis­sä­gen und Staub­sau­ger, die stän­dig Säge­späne in die Luft pus­te­ten, zu hören. Aber­das schien die gute Laune der Mon­teure nicht zu ver­der­ben. Sie erklär­ten mir den Arbeits­ab­lauf und sporn­ten mich an, mit anzu­pa­cken. ‘Trau dich ruhig!’ rie­fen sie mir zu, so als wäre ich einer von ihnen. Nun, ich zögerte nicht lange, erle­digte einige Arbei­ten und freute mich, als die ‘Her­ren’ zufrie­den mit mei­ner Arbeit waren. Sie säg­ten und schraub­ten. Und je mehr ihre Arbeit Form annahme um so zufrie­de­ner wirk­ten sie. Gegen 18 Uhr war die Mon­tage been­det und sie klopf­ten sich auf die Schul­tern. Ich, na ja, ich war “KO”. Anstren­gend und stau­big war der Tag. Män­ner müs­sen in hand­werk­li­chen Beru­fen oft kör­per­lich sehr hart arbei­ten. Aber den Humor ver­lie­ren sie dabei nicht! Gerade wenn ihnen die Arbeit Freude macht. Mein Ein­druck: Das wich­tigste in einem Beruf ist, Spaß an der Arbeit zu haben, denn dann stimmt auch das Ergeb­niss. Es war eine große Erfah­rung. Danke “

Chris­tian W. aus der 8. Klasse / Erzieherin :

” Ich habe an die­sem Tag in das Berufs­le­ben von Erzie­he­rin­nen hin­ein­ge­schnup­pert. Einen Tag lang durfte ich die Klein­kin­der mei­nes ehe­ma­li­gen Kin­der­gar­ten mit betreuen. Im Kin­der­gar­ten wurde ich von der Kin­dern mit offe­nen Armen ent­fan­gen, es wurde gespielt, gemalt und gelacht. Alle waren super nett. Es war eine tolle Erfah­rung. Jetzt weiss ich, was diese Erzie­he­rin­nen Tag für Tag leis­ten, „Respekt und Danke!”

San­dra S. aus der 8. Klasse / Netz­wer­kin­geneer bei CISCO

Mein Ein­druck vom Girls and Boys Day war ein­fach nur klasse! Die Leute waren sehr nett. Zu jeder Frage gab es eine sehr gute und pas­sende Ant­wort. So erfuhr man z.B wie man über die momen­tan sehr belieb­ten QR-Codes Daten fäl­schen und Hard­ware hacken kann. Die Kom­mu­ni­ka­tion in die­sem Unter­neh­men wurde mit über große Bild­schirme geführt. So waren die Mit­ar­bei­ter per Video­te­le­fo­nat mit Stutt­gard, Ham­burg, Mün­chen, Ber­lin ver­bun­den. Alles in allem: Ein sehr beein­dru­cken­der aber auch lus­ti­ger Tag. Ich habe viele Infor­ma­tio­nen über den Beruf des Netz­wer­kin­geneer erfah­ren und neben­bei auch noch viele neue Freunde gefunden.”

Hab’t ihr auch Erfah­run­gen und Mei­nun­gen zu die­sem Thema ? Lasst sie uns zukommen!

Der Autor
Ich bin seit März 2012 Mitglied der Schülerzeitung und besuche die 8. Klasse der Gesamtschule Hardt

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